Integrative Medizin & Homöopathie
Medizin im Zusammenhang denken
Was braucht ein Mensch, um gesund zu werden? Und warum gelingt es dem Organismus manchmal nicht mehr, sein Gleichgewicht aus eigener Kraft wiederherzustellen?
Diese Fragen begleiten Prof. Dr. med. Jorgos Kavouras seit Jahrzehnten.
Sein medizinischer Ansatz verbindet ärztliche Erfahrung mit klassischer Homöopathie, biologischer Medizin und ausgewählten komplementärmedizinischen Verfahren. Dabei geht es nicht um ein Nebeneinander möglichst vieler Methoden. Es geht darum, den einzelnen Menschen genauer zu verstehen und unterschiedliche medizinische Perspektiven sinnvoll zusammenzuführen.
Denn eine Diagnose ist wichtig – aber sie erzählt nicht immer die ganze Geschichte.
Prof. Dr. med. Jorgos Kavouras
Arzt, Homöopath und Professor für Integrative Medizin
Prof. Dr. med. Jorgos Kavouras ist Facharzt für Allgemeinmedizin und seit 1988 in eigener Praxis tätig.
Ausgehend von seiner klassischen medizinischen Ausbildung beschäftigte er sich zunehmend mit der Frage, wie sich insbesondere chronische und komplexe gesundheitliche Beschwerden umfassender betrachten lassen.
Es folgte eine intensive Auseinandersetzung mit Naturheilverfahren, klassischer Homöopathie, biologischer Medizin und weiteren komplementärmedizinischen Ansätzen. Seine homöopathische Ausbildung vertiefte er unter anderem bei Prof. George Vithoulkas, einem der international bekanntesten Vertreter der klassischen Homöopathie.
Neben seiner Praxistätigkeit ist Kavouras seit vielen Jahren als Referent und Lehrender tätig. 2014 erhielt er an der Universität für Medizin und Pharmazie Timișoara die Funktion und den Titel eines außerordentlichen Professors für Integrative Medizin und Homöopathie.
Seine Überzeugung: Medizin sollte sich nicht in konkurrierende Lager aufteilen. Entscheidend ist die Bereitschaft, genau hinzusehen, medizinische Zusammenhänge zu hinterfragen und den einzelnen Menschen zum Ausgangspunkt der Behandlung zu machen.
Erst verstehen. Dann behandeln.
Eine ausführliche Anamnese und die ärztliche Einordnung stehen am Anfang der Behandlung.
Neben vorhandenen ärztlichen Befunden können – abhängig von der individuellen Fragestellung – weitere Verfahren eingesetzt werden. Sie dienen dazu, zusätzliche Perspektiven auf Konstitution, Regulation und gesundheitliche Belastungen zu gewinnen.
Klassisch homöopathische Anamnese
Nicht nur welche Beschwerden bestehen, sondern wie sie sich beim einzelnen Menschen zeigen, ist für die klassische Homöopathie entscheidend.
Deshalb werden neben der Krankengeschichte auch charakteristische Symptome, Empfindungen, Modalitäten, Reaktionsweisen und die persönliche Konstitution ausführlich erfasst.
Ganzheitliche Gesundheitsanalyse
Die erweiterte Gesundheits- und Vitalstoffanalyse soll verschiedene funktionelle Parameter gemeinsam betrachten. Die Ergebnisse werden nicht isoliert interpretiert, sondern persönlich durch Prof. Kavouras besprochen und in den gesundheitlichen Gesamtkontext eingeordnet.
VSA – Vegetative Systemanalyse
Das vegetative Nervensystem reguliert zahlreiche unbewusst ablaufende Körperfunktionen und spielt eine wesentliche Rolle bei Belastung und Erholung.
Die VSA wird in der Praxis als ergänzendes Verfahren eingesetzt, um Regulationsmuster und das Verhältnis von Aktivierung und Regeneration zu betrachten.
Dunkelfeldmikroskopie
Bei der Dunkelfeldmikroskopie wird ein frischer Tropfen Kapillarblut unmittelbar unter einem speziellen Mikroskop betrachtet.
Prof. Kavouras nutzt das Verfahren im Rahmen seines biologisch-medizinischen Ansatzes als ergänzende Betrachtung des sogenannten inneren Milieus. Die Dunkelfeldmikroskopie ersetzt dabei keine etablierte labormedizinische Diagnostik.
Individuelle Therapie
Unterschiedliche medizinische Perspektiven – individuell zusammengeführt
Was für einen Menschen sinnvoll sein kann, muss für einen anderen nicht die richtige Behandlung sein.
Deshalb entwickelt Prof. Kavouras auf Grundlage von Anamnese, vorhandenen Befunden, ergänzender Diagnostik und persönlicher Situation ein individuelles Behandlungskonzept.
Dabei können verschiedene therapeutische Ansätze zum Einsatz kommen.
Klassische Homöopathie
Der individuelle Mensch bestimmt die Arzneimittelwahl.
In der klassischen Homöopathie wird nicht allein aufgrund einer Diagnose ein Mittel ausgewählt. Entscheidend ist die Gesamtheit der individuell charakteristischen Symptome.
Prof. Kavouras arbeitet seit Jahrzehnten mit der klassischen Homöopathie und orientiert sich dabei an den Grundlagen Samuel Hahnemanns sowie der von George Vithoulkas geprägten klassischen Schule.
Ziel ist die Auswahl eines möglichst genau zum individuellen Symptombild passenden homöopathischen Arzneimittels und die sorgfältige Beobachtung des weiteren Verlaufs.
Biologische Medizin
Das innere Milieu als therapeutische Perspektive
Die biologische Medizin richtet den Blick auf die Bedingungen, unter denen Regulation im Organismus stattfindet.
In der Praxis von Prof. Kavouras fließen dabei unter anderem historische Konzepte des Mikrobiologen Prof. Günther Enderlein ein. Enderlein entwickelte eine eigene Theorie über Mikroorganismen und deren Veränderlichkeit in Abhängigkeit vom inneren Milieu.
Diese Vorstellungen gehören nicht zum heutigen naturwissenschaftlichen Konsens. Prof. Kavouras nutzt daraus hervorgegangene Verfahren im Rahmen seines komplementärmedizinischen Behandlungskonzeptes.
Medizinische Orgonomie
Lebensenergie als ergänzendes medizinisches Konzept
Ein weiterer Schwerpunkt der Praxis ist die Beschäftigung mit der medizinischen Orgonomie nach Wilhelm Reich.
Reich entwickelte die Vorstellung einer grundlegenden Lebensenergie, die er als „Orgonenergie“ bezeichnete. Aus diesem Modell entstanden unterschiedliche körperorientierte und energetische Verfahren.
Prof. Kavouras beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesen Ansätzen und integriert unter anderem Orgonkörperarbeit sowie Anwendungen mit ORAC und DOR-Buster in seine therapeutische Arbeit.
Das Konzept der Orgonenergie ist wissenschaftlich nicht als physikalische Energieform anerkannt und wird in der Praxis als komplementärer Ansatz verstanden.
Klang- und Musiktherapie
Wenn Schwingung unmittelbar erfahrbar wird
Klänge werden nicht nur gehört. Tiefe Töne und Schwingungen können auch körperlich wahrgenommen werden.
Mit Gongs, Klangschalen und weiteren Klanginstrumenten entstehen Klangräume, die Aufmerksamkeit nach innen lenken und tiefe Entspannungszustände unterstützen können.
Klang- und musiktherapeutische Anwendungen ergänzen die medizinische Behandlung dort, wo Ruhe, Wahrnehmung und Regeneration gezielt Raum bekommen sollen.
Aromatherapie
Pflanzen über einen besonderen Sinn erfahren
Ätherische Öle enthalten hochkonzentrierte Duftstoffe von Pflanzen. Über den Geruchssinn sind Düfte eng mit Gehirnregionen verbunden, die unter anderem an Emotion, Erinnerung und vegetativen Reaktionen beteiligt sind.
In der Praxis wird Aromatherapie ergänzend eingesetzt, beispielsweise zur Unterstützung von Entspannung und Wohlbefinden. Auswahl und Anwendung werden individuell abgestimmt.
Integrative Medizin
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Methoden.
Integrative Medizin bedeutet für Prof. Kavouras nicht, Schulmedizin durch alternative Medizin zu ersetzen.
Sie bedeutet, medizinisches Wissen zu verbinden, Grenzen einzelner Betrachtungsweisen zu erkennen und unterschiedliche Ansätze kritisch auf ihre Bedeutung für den einzelnen Patienten zu prüfen.
Klassische medizinische Befunde können dabei ebenso wichtig sein wie die ausführliche Anamnese. Homöopathische Gesichtspunkte können neben biologisch-medizinischen Überlegungen stehen. Körperliche, vegetative und persönliche Faktoren werden nicht voneinander getrennt betrachtet, wenn sie für das Beschwerdebild miteinander zusammenhängen.
So entsteht keine Therapie „von der Stange“, sondern ein medizinischer Weg, der sich am individuellen Menschen orientiert.
Medizin braucht Offenheit. Und Verantwortung.
Nicht alle Verfahren, mit denen Prof. Kavouras arbeitet, besitzen denselben wissenschaftlichen Stellenwert. Einige gehören zur etablierten Medizin, andere entstammen komplementärmedizinischen Modellen und sind wissenschaftlich umstritten oder nicht belegt.
Diese Unterschiede transparent zu machen, gehört für uns zu einer verantwortungsvollen Integrativen Medizin.
Denn Offenheit für unterschiedliche medizinische Denkweisen bedeutet nicht, Unterschiede zu verwischen.
Sie bedeutet, sie zu kennen, einzuordnen und im persönlichen ärztlichen Gespräch verantwortungsvoll damit umzugehen.
Forschung, Lehre und medizinischer Dialog
Die Auseinandersetzung mit Integrativer Medizin reicht für Prof. Kavouras über die eigene Praxis hinaus.
Mit Kongressen zur Integrativen Medizin sowie Natur & Gesundheit, seiner Lehrtätigkeit und seinem Engagement in Fördervereinen setzt er sich für den fachlichen Austausch und für Pluralität im Gesundheitswesen ein.
Denn medizinischer Fortschritt entsteht auch dort, wo unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch kommen.
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